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30Jul/090

Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 – Teil 5 – AutoFlightSystem

In modernen Verkehrsflugzeugen übernehmen die meiste Zeit automatische Systeme das fliegen.

Das AutoFlightSystem (AFS - gemeinhin als Autopilot bezeichnet) des A380 setzt sich aus zwei Teilsystemen zusammen. Das Flugleitsystem (FG) setzt Eingaben der Crew oder Befehle des Flugmanagementsystems in entsprechende Flugzustände um. Das Flugmanagementsystem (FMS) verfügt über den Flugplan und kann entsprechende Flugdaten an das Flugleitsystem übermitteln um eine vorab programmierte Route abzufliegen.
A380AutoFlightSystem
Das Flugleitsystem (FG) ist Bestandteil des Primären Flugcomputers und wird über das FlightGuidance ControlPad im Glareshield gesteuert. Hierbei kann die Crew direkte Vorgaben für Geschwindigkeit,Flugrichtung,Flughöhe und Steiggeschwindigkeit treffen. Die direkte Vorgabe der Daten hat immer Vorrang vor den Vorgaben des Flugmanagementsystems.
Das Flugmanagementsystem wird vor Abflug mit einem Flugplan und grundlegenden Daten zum Flugzeug (Gewicht, Kraftstoffmenge, Temparaturen) programmiert. Es berechnet dann anhand dieser Daten einen Flugplan und kann die wirtschaftlichste Flugroute kalkulieren. Eingaben in das FMS erfolgen im Airbus über eine neuartige Keyboard and Cursor Control Unit (KCCU) und werden auf den zwei Multi Function Displays (MFD) angezeigt. Das FMS besteht aus 3 redundanten Flugmanagementcomputern (FMC-A bis FMC-C) welche sich kontrollieren und ersetzen können und ihre Flugdaten an das Flugleitsystem weiterreichen.

Hier gehts zum:
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 1 - Cockpit
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 2 - Die wichtigsten Instrumente
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 3 - Was fliegt den A380
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 4 - Triebwerke
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 6 - Versorgungssysteme

9Jul/092

Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 – Teil 4 – Triebwerke

Vier gigantische Turbofans heben die 590t des Airbus sicher in die Luft.

Die von Rolls-Royce für den Airbus entwickelten Trent900 Triebwerke bieten einen maximalen Schub von je 356kn und werden in der Größe nur noch vom GeneralElectric GE90 übertroffen. Die Enden des 2.95m Fans bewegen sich dabei mit bis zu MACH 1.5 und saugen über 1.2t Luft pro Sekunde (Luftvolumen eines 2 etagigen Wohnhauses) ein. Das Triebwerk ist ein 3-Wellentriebwerk mit 8 Mitteldruck-, 6 Hochdruckverdichtern, 1 Hochdruck- und Mitteldruckturbine und einer 5 Stufigen Niederdruckturbine. Durch die kompliziertere 3-Wellentechnik kann jede Stufe bei optimaler Geschwindigkeit somit aber wirtschaftlich laufen.
A380 RollsRoyce Trent900 Triebwerk und seine Kontrollsysteme
Jedes der Triebwerke wird durch ein Full Authority Digital Engine Control (FADEC) System kontrolliert. Je nach Stellung der Schubhebel oder nach Anforderung des AutoFlightSystems stellt das FADEC eigenständig sicher, das das Triebwerk für jede Flugphase den benötigten Schub erzeugt und es dabei nicht Überlastet wird.
A380ThrustLevers
Die Schubhebel sind nicht motorisch gesteuert und müssen von der Crew in die entsprechend gewünschte Position gezogen werden. Dabei wird üblicherweise der Bereich von IDLE(0) bis CL (Dauersteigleistung) genutzt. Für den Start bewegt man die Schubhebel weiter bis FLX (maximale Dauersteigleistung) und im Fall das ein Durchstarten erforderlich ist bis TOGA. Am Boden können die inneren Triebwerke den Umkehrschub als Bremsunterstützung aktivieren. Hierbei wird über ein Klappensystem die Bypassluft nach vorn umgeleitet. Gut erkennbar auf diesem Foto - externer Link - (erkennbar auf dem Foto ist auch die von der Flugtestcrew signierte Fahrwerksklappe)
A380EngineTrustReverser
Jedes Triebwerk versorgt über einen Nebenantrieb zwei Hydraulikpumpen und einen 150kVA Stromgenerator mit Leistung. Für den Betrieb der Klimaanlage und zum Triebwerksstart kann jedes Triebwerk Druckluft aus dem Mitteldruck- und Hochdruckverdichter abgeben.
Neu beim A380 ist die Anzeige der Triebwerksleistung. Der Airbus Cockpit Universal Thrust Emulator berechnet aus den Triebwerksdaten einen Schubwert (THR) zwischen 0 und 100%. Damit wird der üblicherweise angezeigte EPR Wert abgelöst.
A380acute
Alternativ zu den RollsRoyce Trent900 Triebwerken kann der A380 auch mit Engine Alliance GP7200 Triebwerken bestückt werden. Diese verfügen lediglich über 2 Wellen und sind daher wartungsfreundlicher, jedoch nicht so wirtschaftlich.

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Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 1 - Cockpit
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 2 - Die wichtigsten Instrumente
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 3 - Was fliegt den A380
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 5 - AutoFlightSystem
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 6 - Versorgungssysteme

1Jul/091

Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 – Teil 3 – Was fliegt den A380 ?

Der Airbus A380 verfügt über eine der modernsten Flugsteuerungen in der Luftfahrt.

Die Steuerung erfolgt komplett elektronisch (Fly-by-Wire), d.h. es existiert bei diesem Modell keine, nichtmal als Backup, mechanische Verbindung zu den Steuerflächen. Insgesamt sorgen 6 Flugcomputer dafür das die Maschine in der Luft bleibt. Es gibt je 3 Primäre und 3 Sekundäre Flugcomputer. Diese unterscheiden sich dadurch, das die Primären sich jeweils ersetzen können und sämtliche Flugsteueraufgaben erfüllen können und die Sekundären zwar auch das Flugzeug steuern, nicht aber die volle Überwachung der Flugeingaben leisten können. In jedem Flugzeug werden ausserdem jeweils unterschiedliche Geräte verschiedener Hersteller und mit unterschiedlicher Software gemischt eingesetzt. Hierdurch versucht man etwaige Systembedingte Fehler auszuschließen.
A380 FlightControls

Sämtliche Eingaben am Sidestick wandern in jeden der Computer. Der Primäre Master berechnet und bewertet anhand der aktuellen Flugdaten die entsprechenden Auslenkungen und sendet die Befehle an die Steuerflächen. Parallel dazu führen alle anderen Primären und Sekundären Computer dieselben Berechnungen durch und prüfen die vom Primären Master errechneten Befehle. Sollten hierbei Unstimmigkeiten auftreten gibt der Primäre Master die Kontrolle an einen anderen Primären Computer ab. Im Normalen Flugbetrieb (Normal Law) begrenzt dieses System die Eingaben der Piloten auf ein für das Flugzeug sicheres Maß und verhindert unstabile Fluglagen. Treten Fehlfunktionen auf, wie z.B. ein Ausfall der zur Datenerfassung notwendigen Speedsensoren , schalten die Computer Schrittweise (Alternate Law) mehr und riskantere Steuermanöver frei. Im schlimmsten Fall fliegt der Pilot wieder (Direct Law) mit voller Kontrolle über die Auslenkung der Steuerflächen.Sollten sämtliche Computer ausfallen verfügt der A380 über ein elektrisch betriebenes Backup System welches Kontrolle über das Heckruder, einen Teil des Höhenruders und einen Teil der Querruder hat.
Die Steuerflächen des A380 werden von drei unterschiedlichen Typen Hydraulikzylindern angesteuert. Zum Einsatz kommen normale Hydraulikzylinder welche von zwei getrennten herkömmlichen Hydraulikkreisläufen (grün und gelb) gespeist werden. Neu im Airbus ist ein elektrohydraulisches System (EHA) welches den Hydraulikdruck zur Steuerflächenauslenkung direkt am Zylinder erzeugt und unabhängig von den Hydraulikkreisläufen arbeitet. Das dritte System ist eine eine Mischung aus beiden Bauformen (EBHA) und arbeitet im Normalfall mit Hydraulikdruck aus den Kreisläufen, fällt der Hydraulikdruck dort ab kann der Zylinder wahlweise jedoch auch elektrohydraulisch bewegt werden.
A380hydraulikaktuatoren
Der Betrieb dieses elektrohydraulischen Systems ist neuartig und wurde dem Gewicht geschuldet. So konnte ohne Sicherheitseinbußen auf ein drittes komplettes Hydrauliksystem verzichtet werden. Das Elektrische Backupsystem ist nicht für Landungen konzipiert. Die Ansteuerung der Hydraulikzylinder ist so verteilt das bei Ausfall einer oder mehrerer Systeme die bestmögliche Kontrolle erhalten bleibt.
a380steuerflaechen
So könnten selbst bei komplettem Ausfall beider Hydrauliksysteme alle wichtigen Steuerflächen noch elektrisch bewegt werden und ein normales Flugverhalten gewährleistet werden.

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28Jun/091

Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 – Teil 2 – Die wichtigsten Instrumente

Das Cockpit eines Airbus A380 ist vollgestopft mit Displays und Schaltern.
A380 Cockpitinstrumente

Die wichtigsten Anzeigen befinden sich direkt vor der Nase der Piloten
Das PFD zeigt hauptsächlich Informationen zur Fluglage (künstlicher Horizont), Fluggeschwindigkeit, Flughöhe, vertikaler Steiggeschwindigkeit und Flugrichtung an.
A380pfdansicht
Auf dem ND werden die Flugzeugposition, Navigationshilfen, Flugplaninformationen und Wetter Radar Informationen angezeigt.
A380ndansicht
Das wichtigste Steuerelement ist der Sidestick welcher alle Eingaben an die Flugcomputer weiterleitet. Am besten lässt man aber das AFS (Autopilot) die Arbeit machen und lehnt sich entspannt zurück. Das System kann auch landen. Also - Don't Panic !

Und wer das hier zu ungenau findet kann sich unter Smartcockpit.com ausführliche Unterlagen für verschiedene Flugzeugtypen reinziehen.

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Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 1 - Cockpit
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 3 - Was fliegt den A380 ?
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 4 - Triebwerke
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 5 - AutoFlightSystem
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 6 - Versorgungssysteme

30Jan/080

Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 – Teil1 – Cockpit

Ein Airbus A380 verfügt über modernste Computertechnik.
Für alle die schonmal mit dem Gedanken gespielt haben Pilot zu werden hier ein kleiner Ausblick auf seinen möglichen zukünftigen Arbeitsplatz.
A380Cockpit
Bilder wikipedia/EigenesFoto

Einen noch detailierten 3D Panoramaeinblick in ein Airbus A380 Cockpit gibt es hier.

Eine kleine Anzeigenkunde (mehr im Teil 2)
A380 Dashboard Displays
Die wichtigsten Daten – WIE und WO man fliegt - kann man auf dem PFD (Primäres Flugdaten Display) und dem ND (Navigationsdisplay) direkt vor den Piloten ablesen.

Im ungünstigen Falle das sie im Flug unvermittelt allein im Cockpit stehen und um Hilfe rufen müssen – die internationale Notruffrequenz im Flugverkehr ist 121.500MHz und wird an allen Flughäfen permanent überwacht.
A380RadioManagmentPanel
Einzustellen am RadioManagementPanel rechts neben dem Pilotensitz. Hier im Beispiel erst den Transceiver VHF2 mit dem Button auf der linken Seite wählen, dann den Transferbutton auf gleicher Höhe rechts drücken um die voreingestellte Frequenz zu übernehmen. Dann am Sidestick vorn den Knopf drücken und halten – Jetzt laut um Hilfe rufen ;-)

Besonders neugierige finden unter Smartcockpit.com ausführliche Unterlagen für verschiedene Flugzeugtypen.

Hier gehts zum:
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 2 - Die wichtigsten Instrumente
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 3 - Was fliegt den A380 ?
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 4 - Triebwerke
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 5 - AutoFlightSystem
Luftiger Computerarbeitsplatz Airbus A380 - Teil 6 - Versorgungssysteme

28Jul/070

Saiteks Fluginstrumente

Noch nichts zu Weihnachten für den Couchpiloten der Familie ? Das muß nicht sein - Saitek - bekannt für seine Joysticks - bietet jetzt für den ambitionierten Hobbyflieger an den PC anschließbare Fluginstrumente an.
Saitek Flight Simulator LCDs
Bilder ign.com

Die LCDs können Instrumente des Mircosoft X Flugsimulators oder anderer Simulatoren anzeigen. Erscheinen soll das Gerät wohl bis Ende des Jahres, angepeilter Preis ca 99USD.

Wer solche Instrumente in seinen heimischen Flugsimulator einbaut... könnte auch mal über einen eigenen Flugschein nachdenken, oder ?

Zu kaufen im Saitek Shop - HIER -